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Samba Festival 2015 in Coburg

Samba Festival 2015

Samba, Samba, Samba…….

Unter diesem Motto wurde am vergangenen Wochenende (10. – 12.07.2015)das 24. Internationale Sambafestival in Coburg gefeiert.

Schirmherr Dr. Markus Söder

Offiziell eröffnet wurde das Festival am Freitagabend durch seinen Schirmherrn Dr. Markus Söder  – Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. In seiner Ansprache betonte er ausdrücklich, daß es nach einer Woche in Berlin und München nichts Schöneres gäbe, als in die fränkische Heimat zu kommen und zu feiern. Ein weiteres Highlight war die Übergabe eines Schecks in Höhe von 20.000,00€ an Kinderland Brasilien e.V. durch Fernanda Brandao und Sara Nuru, die man bereits zuvor bei einer Autogrammstunde im Kongresshaus live erleben konnte.

Samba Königin als Highlight

Als dann auch noch die Königin und der König des Carnaval Rio de Janeiro 2015 und die Vorjahreskönigin die Bühne enterten, war die Stimmung perfekt und die Riesenparty nahm ihren Lauf.

Rund 200.000 Besucher strömten an den drei Tagen durch die Gassen und Straßen, verweilten an den Bühnen und feierten und jubelten mit den Künstlern oder umringten die Gruppen, die außerhalb der großen Bühnen ihr Können unter Beweis stellten und heiße Sambarhythmen trommelten und tanzten. Wer nun annimmt, Samba = Brasilien, der wurde in Coburg eines besseren belehrt. Die weiteste Anreise hatten sicherlich die Künstler aus Neuseeland, Singapur und Brasilien. Aber auch unzählige europäische Acts waren vertreten, so daß  bei ca. 100 Gruppen bestimmt für jeden etwas Passendes dabei war.

Samstag war Coburg im Ausnahmezustand

„Hauptkampftag“ war natürlich der Samstag. Bereits am Vormittag wurde an allen Ecken schon wieder getanzt und gefeiert. Die Besucher liefen mit dem Festivalprogramm durch die Straßen, hatten Kreuze gemacht, bei den für sie interessanten Gruppen und genossen schon mal den ersten Caipirinha. Verhungern mußte auch niemand. Es gab deutsche, asiatische, indische, aryuvedische, italienische, vegetarische Spezialitäten und, und, und. Ich wollte unbedingt die berühmte Coburger Bratwurst probieren, die in rohem Zustand exakt 31cm lang sein muß. Sollte jemand der Meinung sein, seine Bratwurst sei zu kurz, kann er gerne auf das Coburger Rathaus steigen und am Marschallstab des Bratwurtsmännla nachmessen. Geschmacklich kann die Wurst allerdings nicht mit echten Hofer Brotwärscht mithalten.

Weitere Angebote an die Besucher waren am Vormittag diverse Workshops, wie Perkussion, Zumba, Capoeira oder Tanz.

Coburger Feuerwehr lies es regnen

Am frühen Nachmittag war die Hitze fast unerträglich. Jetzt kam die Coburger Feuerwehr ins Spiel. Mit einem riesigen Entlüftungsgebläse, welches umgepolt wurde, spritzten die Männer Wasser in feinen Tröpfchen auf den Marktplatz und sorgten so für ein bißchen Abkühlung. Den meisten Besuchern gefiel`s.

Fotografieren mitten drin statt nur dabei

Bevor für mich die „Arbeit“ richtig losging, chillte ich noch ein wenig in der VIP-Lounge und tankte Energie für den bevor stehenden Abend. Los ging`s um 17.00Uhr auf dem Schloßplatz  mit einem Capoeira Wettbewerb, eine brasilianische Kampfkunst, die geprägt ist von gedrehten Sprüngen oder Salti, aber auch von vielen bodennahen Akrobatiken. Aufgrund meiner Presseakkreditierung durfte ich in den Backstage-Bereich und auf die Bühne und konnte somit die Künstler hautnah erleben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Plätze und Straßen schon gut gefüllt.

Die Gassen waren sehr gut gefüllt

Der nächste Act war um 21.15Uhr angesetzt. Diesmal am Marktplatz. Gut, daß ich schon relativ zeitig los gegangen bin. Denn jetzt brauchte man nicht mehr selbst zu laufen, man wurde regelrecht durchgeschoben. Eigentlich sollte ich hier die Rio Carnaval Show fotografieren, aber da nicht jede Gruppe exakt ihre 30 Minuten Auftritt einhielt, kam ich noch einmal in den Genuß einer Capoeira-Aufführung. Paulo Lopes uns seine Capoeiristas aus Stuttgart heizten jetzt dem weiblichen Publikum richtig ein. Ich stand ganz vorn auf der Bühne und konnte so sowohl die Show verfolgen als auch die kreischenden Mädels fotografieren. Da die Security ihre Aufgabe sehr ernst nahm, wurde ich dann nach geraumer Zeit von der Bühne und aus dem Backstage-Bereich gebeten. Darauf angesprochen, daß ich eigentlich einen anderen Act fotografieren sollte, meinte er nur, er habe seine Vorschriften und Anweisungen und da stand eben die erlaubte Zeit drin.

Nun lief ich noch ein wenig durch die Straßen, hielt die nächtliche Stimmung  fest und machte mich dann so nach und nach mit mehr als 1.600 Bildern auf den Heimweg.

Beschwerdehotline

So nebenbei möchte ich noch erwähnen, daß es unter den 41.000 Coburger Einwohnern auch den einen oder anderen nicht sambabegeisterten geben soll. Für alle samba-gestressten Bürger hatte die Stadt Coburg extra eine Beschwerde-Hotline eingerichtet, unter der sie dann am Freitag und Samstag von 23.00 bis 4.00Uhr ihre Sorgen und Nöte mitteilen konnten.

Jochen Bake
Jochen Bake
fotografiert gerne Lost Place. Er ist für die Stadt Hof, Frankenpost, Stadtmarketing Hof und den ASV Hof fotografisch tätig. Er ist im Raum Hof auf fast jeder Veranstaltung anzufinden.

1 Kommentar

  1. […] Pressefotograf bin ich einer von wenigen Fotografen die jedes Jahr das Samba Festival in Coburg auf der Bühne fotografieren dürfen. Der Veranstalter freut sich immer wieder auf tolle […]

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