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Semino Rossi
Semino Rossi – Amore in der Freiheitshalle Hof
6. März 2016
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Physiotherapieschule

Wo ist denn der Wasserhahn

Teil 2 unsere Harztour

Im ersten Teil unserer Harztour ging es ja zu einem Nobelhotel. Nach einer relativ unruhigen Nacht trafen wir uns, wie verabredet, zum Frühstück. Sogar ein Tisch war für die Gruppe Sch….. reserviert. Gut gestärkt, checkten wir aus und begaben uns schnurstracks zur zweiten Location unseres Harzbesuches. Sehr schön, leicht abgelegen erwartete uns das ehemalige Luxushotel, was zuletzt als Lehranstalt für Physiotherapie genutzt wurde, Parkplätze sogar direkt vor dem Haus. Unsere Erkundungen  starteten wir im Untergeschoß. Hier waren verschiedene Unterrichtsräume untergebracht und auch das ultimative Klavier, noch relativ gut erhalten, wartete darauf, fotografisch in Szenen gesetzt zu werden.  Zahlreiche Urbexer hatten sich an den Tafeln der Klassenzimmer verewigt.

Ein Teil des Gebäudes litt wohl schon während der „Noch“-Nutzung unter Wasserschäden. Diese haben sich natürlich in Zeiten der Brache teilweise erheblich ausgebreitet und den einen oder anderen Gang nahezu unbegehbar gemacht. Da das Gebäude aber einem Quadrat mit einem Loch in der Mitte ähnelt, von wo aus man vom Erdgeschoß bis unters Dach blicken konnte, war es relativ einfach, die anderen Gebäudeteile unbeschadet zu erreichen. Wir durchforsteten den Keller und die vier Stockwerke und stießen neben zahlreichen Ein- und Zweibettzimmern, die den Studenten zur Verfügung gestellt wurden, auch auf große Säle mit Therapieliegen, Sportgeräten, Rollstühlen, etc..

Auch wir experimentierten in einem der Säle, allerdings nicht mit lebenden Objekten, sondern mit Licht. So versuchten wir uns an Langzeitbelichtungen in einem relativ dunklen Raum. Ein Rollstuhl wurde entsprechend drapiert und Jörg setzte sich für eine gewisse Zeit hinein, um dann nur als Schatten auf dem Bild zu erscheinen. Selbst die großen Spiegel in diesem Raum durften für ein paar Lichtspielereien herhalten.

In einem der oberen Stockwerke schien eine zeitlang ein Pärchen gewohnt zu haben. Eines der Zimmer war zu einem Liebesnest „umgebaut“ und sicherlich auch genutzt worden.

Ein paar andere Zimmer müssen die Wohnräume des Hausmeisters Schorsch gewesen sein. Sie waren doch eher wohnlich eingerichtet  und verströmten nicht den typischen Studentenwohnheimcharakter. Da er Wohnrecht auf Lebenszeit hier hatten, war er nach dem Verkauf des Gebäudes und der Aufgabe des Standortes der einzige Bewohner in dieser Schule. Mit seinem Tod ist auch dieses Gebäude endgültig gestorben.

Wenn man sich nun fragt, warum noch so viel Mobiliar in diesem Gebäude vorhanden ist, muß man sich wohl an den Neueigentümer wenden. Dieser hat die Schule scheinbar nur erworben, um keine weitere Konkurrenz in der Umgebung zu haben und gleich mal ca. 500 m weiter eine neue Schule gegründet.

Jochen Bake
Jochen Bake
fotografiert gerne Lost Place. Er ist für die Stadt Hof, Frankenpost, Stadtmarketing Hof und den ASV Hof fotografisch tätig. Er ist im Raum Hof auf fast jeder Veranstaltung anzufinden.

1 Comment

  1. Sehr schön Jochen! Prima was von unserem Herbstausflug vom letzten Jahr zu lesen. War wirklich ne tolle Tour.
    Auch Deine Sicht gefällt mir sehr. Sind wirklich prima Bilder geworden.
    Auf den nächsten LP! 😉

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