Hotel Haludovo in Kroatien
Hotel Haludovo in Kroatien
23. November 2014
Tattoo Convention 2014
Tattoo Convention in Hof
1. Dezember 2014
Zeige alles
Lightpainting mit Stahlwolle

Lightpainting mit Stahlwolle

Heute möchte ich von meinem nächtlichen Ausflug mit Andreas Rau berichten. Wir haben uns über Facebook kennen gelernt und kommen beide aus Hof. Wir beide verfolgen das gleiche Hobby, nämlich die Fotografie. Während Andreas sich auf Nachtaufnahmen spezialisiert hat, liegt mein Fokus eher bei den Events und Fotos über die Stadt Hof.

Unser erstes gemeinsames Vorhaben sollte Lightpainting mit Stahlwolle sein. Dabei wird feine Stahlwolle verbrannt. Andreas besorgte die nötigen Utensilien – Schneebesen aus Metall, Metallseil, feine Stahlwolle, Feuerzeug oder 9 Volt Batterieblock und Gaffa Klebeband.

Weitere sinnvolle Utensilien sind

Eine Taschenlampe und eine Zange, um die abgebrannte Stahlwolle aus dem Schneebesen zu entfernen, eine Schutzbrille und eine alte Jacke mit einer Kopfbedeckung, um gegen dem Funkenflug geschützt zu sein.

Vorbereitungen

Den Schneebesen hatte Andreas schon zu Hause präpariert, so dass wir jetzt nur noch die Stahlwolle ein wenig auflockern und in den Schneebesen stopfen mußten, denn je flauschiger sie ist, um so besser brennt sie ab.

Kameraeinstellungen für Lightpainting

Wir stellten die Kameras auf ein Stativ und gingen in den manuellen Modus. Bei uns haben sich die Einstellungen von Blende 11, ISO100 und 15 sec bewährt. Das sind generell gute Werte für Nachtaufnahmen mit Stativ. Nun markierten wir den Standpunkt, an dem die Stahlwolle abgebrannt werden sollte, damit wir nicht bei jedem Versuch erneut fokussieren mußten. Danach schalteten wir den Autofokus aus.

Los geht es

Da wir zu zweit waren, konnte einer die Kameras bedienen und sich der andere um die Stahlwolle kümmern. So setzte sich Andreas eine Schutzbrille auf und zündete die Stahlwolle mit einem Feuerzeug an. Nun rotierte Andreas den an einem dünnen Seil befestigten Schneebesen, und ich startete die Aufnahmen beider Kameras. Nachdem das erste Bild im Kasten war, begutachteten wir dieses und waren sehr erfreut über das gelungene Foto. Wir beide zoomten in das Bild, um zu sehen, ob alles scharf ist. Wir waren uns einig, dass sich unsere gute Vorarbeit ausgezahlt hatte. Nun hatten wir im wahrsten Sinne des Wortes Feuer gefangen und wollten weitere Fotos machen. So experimentierten wir, um andere Effekte zu erzielen. War es beim ersten Versuch noch ein Kreis, sollte es nun eine Kugel werden. Dazu muss man sich mit der glühenden Stahlwolle im Kreis drehen.

Lightpainting an den Bootsstegen

Zum Schluss wählten wir noch einen anderen Standpunkt. Da die Bootsstege am Untreusee momentan trocken liegen, bot es sich an, diese mit in das Bild einzubauen. Also stellte sich Andreas vor die Bootsstege und schwang den brennenden Schneebesen. Gleichzeitig blitzte er die Bootsstege an, in der Hoffnung, dass sie später auf den Fotos zu sehen sind. Doch leider wurden wir hier enttäuscht. Das Bild an sich war zwar wieder klasse, aber von den Bootsstegen war nichts zu sehen.

Fazit

Eine gute Vorbereitung für Nachtaufnahmen zahlt sich aus. Mit einfachen Mitteln lassen sich tolle Nachtaufnahmen erzielen. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Andreas und ich sind uns einig, dass es hier eine Fortsetzung geben muss. Dabei muss aber nicht zwangsläufig wieder Stahlwolle abgebrannt werden. Mit farbigen Leuchtstäben lassen sich auch gute Effekte erzielen, und zudem sind sie ungefährlicher.

Jochen Bake
Jochen Bake
fotografiert gerne Lost Place. Er ist für die Stadt Hof, Frankenpost, Stadtmarketing Hof und den ASV Hof fotografisch tätig. Er ist im Raum Hof auf fast jeder Veranstaltung anzufinden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.