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Verein der Eisenbahn Waggons und Lokomotiven restauriert

Wer meinen Beitrag Altes verlassenen Krematorium gelesen hat, wird sich am Schluß vielleicht fragen, wohin uns unsere Reise zum nächsten Lost Place geführt hat. Es war ein Eisenbahnfriedhof. Nach so viel trauriger und düsterer Stimmung konnten wir etwas Sonne und frische Luft vertragen.

 

Verein der Eisenbahnwaggons restauriert

Wir verstreuten uns in alle Richtungen und wollten gerade so richtig loslegen, als ein Platzregen unsere Pläne zu durchkreuzen schien. Also schnell das Equipment in Sicherheit gebracht und auf zur Suche nach einem Unterschlupf. Die alten Triebwagen und Loks waren ja alle verschlossen. Alle? Aus einem der Waggons drang doch Musik ins Freie? Wir zögerten nicht lange und stiegen hinein. Empfangen wurden wir von einem enthusiastischen Eisenbahnliebhaber, der an diesem Sonntag seine Freizeit opferte, um den von Vandalen angerichteten Schaden zu beseitigen. Vermutlich Jugendliche hatten unter dem Wagen ein Feuer gelegt und das Innere war nun ziemlich verrußt. Er erklärte uns auch, daß der Waggon eigentlich in sehr gutem Zustand gewesen ist und für Nostalgiefahrten genutzt worden wäre, wenn die Zerstörer nicht am Werk gewesen wären. Diesen Urzustand versucht er nun wieder herzustellen.

 

Wir durften in die Halle mit den vielen Waggons schauen

Ganz tief in seinem Element war er nun nicht mehr zu bremsen und nahm uns mit in den riesigen Lokschuppen auf diesem Gelände. Stolz berichtete er von der Arbeit, die hier geleistet wurde – es sind drei Vereine, die tatkräftig daran arbeiten, die historische Eisenbahnromatik aufrecht zu erhalten. Zum Schluß lud er uns sogar ein, gerne wieder zu kommen. Fotografieren durften wir in der Halle aber nicht.

Das Unwetter hatte sich mittlerweile verzogen und unsere eigentliche Mission konnte nun beginnen. Wir schossen Foto um Foto und bemerkten zunächst gar nicht, daß sich am Himmel schon wieder etwas zusammen braute. Die Mischung aus Sonnenschein und schwarzen Wolken verlieh nun unser Location etwas mystisches und einen tollen Kontrast für unsere Aufnahmen.

Da auch dieser Tag nur 24 Stunden hatte, deuteten wir den erneuten Wink des Himmels so, nun unsere Sachen zu packen und nach Hause zu fahren.

Jochen Bake
Jochen Bake
fotografiert gerne Lost Place. Er ist für die Stadt Hof, Frankenpost, Stadtmarketing Hof und den ASV Hof fotografisch tätig. Er ist im Raum Hof auf fast jeder Veranstaltung anzufinden.

1 Kommentar

  1. Stefanie sagt:

    Klasse Fotos, ich find diesen Style echt total cool.
    Mit welchen Filtern arbeitest du, wenn ich fragen darf?

    Gruß,
    Steffi

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